Energiegespräch - "Kein Dach ohne Solarstrom"

Mit dem neuen Format der Saerbecker Energiegespräche zeigen die Macher vom Förderverein Klimakommune Saerbeck offensichtlich das richtige Gespür. Auch der zweite Termin der neuen Veranstaltungsreihe, der am vergangenen Mittwoch stattfand, war außerordentlich gut nachgefragt: 40 Teilnehmer wählten sich in die Videokonferenz mit Professor Konrad Mertens zum Thema Photovoltaik ein. „Mit unseren Angeboten, die konkrete Wege aufzeigen, wie man selbst in Sachen Klimaschutz aktiv werden kann und die viel Service bieten, liegen wir genau richtig“, zog Johannes Dierker, der die Veranstaltungsreihe federführend betreut, eine positive Bilanz.

Überschrieben war der Vortrag von Professor Mertens, der an der FH Münster lehrt, mit dem Titel „Kein Dach ohne Solarstrom“.  Der Experte für Photovoltaik machte deutlich, wie wichtig die Sonnenenergie bei der Umsetzung der Energiewende ist. Das Ausbautempo bei Photovoltaik-Anlagen hat wieder angezogen, aber immer noch sind 90 Prozent der möglichen Dachflächen nicht genutzt – ein riesiges Potential. Dabei sind PV-Anlagen kontinuierlich günstiger geworden, dank effizienterer Technik kommen auch Dachflächen mit West- oder Ostausrichtung in Frage, sogar Dächer in Richtung Norden sind geeignet.

Besonders wirtschaftlich ist eine Kombination aus Einspeisung und Eigenverbrauch des Sonnenstroms, so Professor Mertens. Hier amortisiert sich eine 5KWpeak-Anlage schon nach gut zehn Jahren (gerechnet auf Basis des aktuellen Strompreises). Mit Speichertechnik lässt sich der Anteil des Eigenverbrauches erhöhen; noch sind Speicher für den Privatanwender aber nicht die erste Wahl, wenn es um Wirtschaftlichkeit geht. Der Rat des Experten: Genau hinsehen und genau rechnen. Eine interessante Option sind Gemeinschaftsspeicher in Wohnquartieren. Beim Eigenverbrauch sollte man auch an die Option der Elektromobilität denken.

Fazit: Photovoltaik auf dem eigenen Dach ist ein Weg, um aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun. Bei einem Mix aus Eigenverbrauch und Einspeisung machen sich PV-Module nach überschaubarer Amortisationszeit auch positiv im Geldbeutel bemerkbar. Wichtig: Die Anlage sollte ausreichend dimensioniert sein, man sollte fachlichen Rat einholen, Planungshilfen im Internet nutzen und natürlich immer mehrere Angebote einholen.

Hier finden Sie den Vortrag von Herrn Prof. Dr.-Ing. Konrad Mertens, Fachhochschule Münster