Wasser- und Bodenverband verabschiedet Vorsteher Eduard Hankemann

Viele Jahrzente engagiert

Wasser_Boden_Verband Ein wahres Urgestein hat der Wasser- und Bodenverband verabschiedet. Seit Gründung des Verbands um den Jahreswechsel 1974/ 1975 war Eduard Hankemann im Vorstand aktiv, zunächst als Stellvertretender Vorsitzender, ab 1995 als Verbandsvorsteher. Sein Nachfolger ist Paul-Heinz Richter.

Die Verbandsversammlung konnte im Dezember 2020 wegen Corona nicht stattfinden und wurde jetzt nachgeholt. Nun war in der Bürgerscheune, mit Abstand und Masken, die Gelegenheit für die Würdigung von Eduard Hankemanns Arbeit und Engagement in etwas mehr als einem Vierteljahrhundert im Amt des Vorstehers und mehr als 45 Jahren im Vorstand.

„Vier Mal in Folge für je fünf Jahre wiedergewählt, das schafft heutzutage niemand mehr“, stellte Paul-Heinz Richter fest. Es sei „selten, dass man sich so lange in die Pflicht nehmen lässt“, unterstrich Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg die Würdigung des herausragenden Langzeit-Engagements von Eduard Hankemann.

„Der Verband war Teil deines Lebens, keiner weiß so gut Bescheid, wie es um die Gewässer in Saerbeck bestellt ist, wie du“, beschrieb Paul-Heinz Richter die Verbindung von Verband und ausgeschiedenem Vorsteher. Als Vorstandsmitglied wisse man, wie viel Einsatz hinter dem Amt stehe. Der neue Vorsteher dankte seinem Vorgänger für die langjährige, „offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Verbands“ und versicherte, „dein Name bleibt mit den Wasser- und Bodenverband verbunden“.

Eduard Hankemann (80 Jahre) zeigte sich „gerührt“ von den Verabschiedungsworten und nahm gerne einen umfangreichen Frühstückskorb als Präsent entgegen. „Ich habe es immer gerne gemacht“, sagte er. Im Rückblick erinnerte er daran, dass der Wasser- und Bodenverband Saerbeck für rund 5000 Hektar Fläche mit 109 Kilometern fließenden Gewässern, teilweise auch auf dem Gebiet von Nachbarkommunen, zuständig ist. Regelmäßige Begutachtung, Unterhaltung und Instandsetzung sowie die Bisam- und Nutria-Bekämpfung zur Abwehr von Schäden an Gräben, Böschungen und Feldern seien die Aufgaben des Verbands, denen er sich gerne über diesen langen Zeitraum gewidmet habe. Besonders Arbeiten an beidseitig bepflanzten Gewässern hätten immer wieder herausfordernde „Speziallösungen“ erfordert.

Die weiteren Vorstandswahlen erfolgten einstimmig mit diesem Ergebnis: Erster Beisitzer und damit Stellvertretender Vorsitzender Albert Pottmeyer (Vertreter Manfred Reckfort), Zweiter Beisitzer Reinhard Linderskamp (Vertreter Franz Renger), Dritter Beisitzer Hubert Börger (Vertreter Franz-Josef Möllers), Vierter Beisitzer und neu hinzugekommen Fabian Greiling (Vertreter Markus Ahmann).

Der zum Vorsteher gewählte Paul-Heinz Richter war zuvor Stellvertretender Vorsitzender. Er kündigte an, sich „für eine Wahlperiode von fünf Jahren in die Pflicht nehmen zu lassen“ und wünschte eine „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

„Die Gewässerpflege ist eine sehr wichtige Aufgabe“, stellte Dr. Tobias Lehberg bei seiner ersten Teilnahme an einer Sitzung des Wasser- und Bodenverbands als Bürgermeister fest. „Das funktioniert nur gut, wenn die Beteiligten sich zusammenfinden und gemeinsam arbeiten. Danke, dass sie sich hier einbringen.“

Bildzeile:
Der verabschiedete Vorsteher des Wasser- und Bodenverbands, Eduard Hankemann (3. von rechts), und sein Nachfolger Paul-Heinz Richter (3. von links) mit den weiteren Vorstandsmitgliedern. Neu in dieser Runde ist Fabian Greiling (2. von rechts).