Energetischer Imperativ

Quelle: Westfälische Nachrichten
Autor: Hans Lüttmann
Veröffentlicht am: 05.12.2014

Die Energiewende in Deutschland ist ein großer Erfolg. Mehr als 90 Prozent der Bürger wollen sie als wesentlichen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und dauerhafter Versorgungssicherheit aus regenerativen Quellen. Strom und Wärme sollen grün sein.

Und weil die Wende sich dezentral in den Regionen und Kommunen wie Saerbeck vollzieht, ist die Unterstützung der Menschen hier vor Ort der Schlüssel zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt. Die Kommunen als bürgernächste Ebene entwickeln und realisieren die Ziele und Errungenschaften der Energiewende und tragen mit ihrer Kompetenz, mit Mut, Motivation und Weitsicht maßgeblich zum Erfolg der Wende und auch der damit einhergehenden Wertschöpfung vor Ort bei.

Wenn nun Politiker in Berlin vollmundig die Entwicklung einer Energiewendekultur beschwören, dann sollten sie nicht nur fordern, sondern auch Taten folgen lassen, die den Raum dafür schaffen. Was sollen also die Hemmschuhe, die es den Betreibern von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen verbieten, ihren Strom dort zu verkaufen, wo er auch erzeugt wird?

Mein energetischer Imperativ heißt deshalb so: Schaut nach Saerbeck, wo die Wende mit Kopf und Herz vorangetrieben wird und schafft die Hürden endlich ab!

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