Saerbeck hat die Trendwende geschafft!

Quelle: gpaNRW
Veröffentlicht am: 20.09.2018

„Viele kommunale Haushalte in NRW haben finanzielle Nöte. Die Gemeinde Saerbeck steht auf vergleichsweise gesunden Beinen. Neben einer positi-ven konjunkturellen Lage hat die Gemeinde auch mit eigenen Konsolidierungsmaßnahmen zu dieser positiven Entwicklung beigetragen“, erklärt Thomas Nauber, Abteilungsleiter der Gemein-deprüfungsanstalt (gpaNRW), anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der überörtlichen Prü-fung bei der Gemeinde Saerbeck.
Im Zeitraum von Januar bis Juli 2018 hat ein vierköpfiges Prüfteam der gpaNRW die Themen-bereiche Finanzen, Schulen, Sport und Spielflächen sowie Verkehrsflächen geprüft. Im Haupt- und Finanzausschuss wurden jetzt die wichtigsten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen durch den Leiter des Prüfteams Dirk Hungermann, die gpa-Prüferin Sabine Ewald sowie den Abteilungsleiter Thomas Nauber vorgestellt.
„Seit 2015 erwirtschaftet Saerbeck Überschüsse und konnte damit die Kapitalverluste der vor-herigen Jahre ausgleichen“, erläutert Projektleiter Dirk Hungermann, „Die relativ schwache Ei-genkapitalausstattung und die hohe Verschuldung gilt es nun in den kommenden Jahren weiter zu verbessern. Bei den Gebühren schöpft die Gemeinde Saerbeck ihre Ertragspotenziale be-reits gut aus.“
Zum Bereich der Schulen führt Projektleiter Dirk Hungermann aus: „Die Aufwendungen je Schü-ler der Offenen Ganztagsschule (OGS) sind vergleichsweise hoch. Dies liegt vor allem an den Transferaufwendungen an den Kooperationspartner. Gleichzeitig erhebt die Gemeinde nur rela-tiv geringe Elternbeiträge. Die Kooperationsvereinbarungen sollten daher überprüft und die Re-gelungen der Elternbeitragssatzung optimiert werden. Auch die Schülerbeförderung weist hohe Ausgaben auf. Grund dafür ist die hohe Einpendler-quote zur Gesamtschule. 62 Prozent der Schüler stammen dort aus Nachbarkommunen. Da die Gemeinde sich regelmäßig mit der Optimierung der Schülerbeförderung auseinandersetzt, sind zurzeit keine wesentlichen Einsparmöglichkeiten ersichtlich.“
„Im Sportbereich wirkt sich die auf den Ortskern konzentrierte Siedlungsstruktur der Gemeinde vorteilhaft aus. Durch die für den Schulsport erforderlichen Sporthallen stehen für den Vereins-sport überdurchschnittliche Hallenkapazitäten zur Verfügung. Die überdurchschnittlich hohen Aufwendungen für die Sportplätze könnte die Gemeinde reduzieren, wenn sie die Vereine stär-ker in die Pflegeleistungen einbinden würde“, empfiehlt gpa-Prüferin Sabine Ewald, „Für Spiel- und Bolzplätze gibt Saerbeck mehr aus als die meisten Vergleichskommunen. Es gibt zahlrei-che kleine Spielplätze, die mit relativ vielen Spielgeräten ausgestattet sind. Die Gemeinde sollte eine Umstrukturierung zu weniger, dafür aber größeren Spielplätzen mit abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten in Erwägung ziehen. Diese sind häufig attraktiver und lassen eine wirtschaft-lichere Pflege und Unterhaltung zu.“
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Pressemitteilung zur überörtlichen Prüfung der Gemeinde Saerbeck
Bei vielen Kommunen leiden zurzeit die Instandhaltungen des Infrastrukturvermögens. „Auch in Saerbeck haben wir in den letzten Jahren einen stetigen Wertverlust durch geringe Investitio-nen bei den Verkehrsflächen festgestellt“, betont gpa-Prüferin Sabine Ewald, „Die Gemeinde Saerbeck hat hier bereits reagiert und die Investitionsmittel für die Folgejahre erhöht. Zudem er-hebt sie über die Grundsteuer A seit 2016 eine Mitfinanzierung für die Wirtschaftswege.“
„Wir bestärken die Gemeinde Saerbeck, den bislang eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Da-bei sollte die verbesserte Finanzsituation genutzt werden, um der Verschlechterung des Infra-strukturvermögens und dem fortlaufendem Werteverzehr entgegenzuwirken“, appelliert Abtei-lungsleiter Thomas Nauber abschließend an die Ausschussmitglieder und die Verwaltung.
Bürgermeister Wilfried Roos erklärt abschließend zu den Ergebnissen der gpaNRW:
„In den Prüfungsergebnissen der gpa finden wir uns wieder. Vor allem die Trendwende bei den Gemeindefinanzen freut uns doch sehr, auch wenn die gpa zu Recht auf die weiter abzutra-gende Schuldenlast hinweist und gleichzeitig anregt, wieder mehr in die gemeindliche Infra-struktur zu investieren. Ich glaube, hier sind wir auf einem guten Weg, was die Bevölkerung z. B. auch an dem Ausbau der Lindenstraße, dem Kreisverkehr bei Liesenkötter, der Sanierung des Kirchplatzes oder dem Erweiterungsbau der Grundschule direkt sehen kann. Ich bin über-zeugt, dass sich die nachhaltige Politik von Rat und Verwaltung weiter auszahlen wird und wir auch weiterhin aktiv gestalten können.“
Info zur gpaNRW
Die gpaNRW ist Teil der staatlichen Aufsicht des Landes über die Kommunen und wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Herne. Ihr ist durch Gesetz und Gemeindeordnung die überörtliche Prüfung aller 396 Kommunen, der 31 Kreise sowie der beiden Landschaftsver-bände und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) übertragen. Präsident der gpaNRW ist Bürger-meister a.D. Heinrich Böckelühr.
Die gpaNRW veröffentlicht ihre Prüfberichte auf ihrer Homepage unter www.gpa.nrw.de.

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