Dankeschön-Abend für Flüchtlingshelfer

Saerbeck. Bemerkenswerte zweieinhalb Stunden und ein bisschen mehr Zeit nahm sich Bürgermeister Wilfried Roos am Montagabend, um Menschen zu danken, die sich in Saerbeck als Alltagslotsen, Lesepaten, Deutschlehrer und einigem mehr für Flüchtlinge einsetzen. 30 der insgesamt 70 Helfer, die die dies unter dem Dach der ökumenischen Flüchtlingshilfe oder der Deutsch-Aufbauschule tun, waren der Einladung zu einem gemütlichen Abend in das Bürgerhaus gefolgt. Und nutzten ihn gleich, um Erfahrungen auszutauschen und Kritik, Lob und Vorschläge an den Bürgermeister und den Sozialamtsleiter Jürgen Hölscher zu richten.

„Die Menschen, die besonders 2015 und 2016 zu uns gekommen sind, kannten weder Deutschland noch unsere Lebensgewohnheiten, sprachen unsere Sprache nicht, aber sie mussten schnell in unser System integriert werden“, stellte Roos fest. Die formale Abwicklung im Rathaus hätte aber nicht sicherstellen können, dass „diese Menschen das Gefühl haben, aufgenommen zu werden“. Roos dankte auch namens der Gemeindeverwaltung und des Rats: „Das haben von Anfang an sie ehrenamtlich gemacht.“ Im Vorfeld der Einladung zum Dankeschön-Abend hätte er die Zahl der Freiwilligen deutlich unterschätzt, gestand Roos.

Seine Beschreibung der Hilfen als „Flüchtlinge im Wortsinn an die Hand nehmen und begleiten“ fächerte Bürgermeister Roos auf: Behördenkontakte, Arzttermine, Formulare ausfüllen, Einkaufstraining, Sprache lernen, Unterstützung im Asylverfahren, Ausflüge, Arbeitssuche - „ohne dafür ausgebildet zu sein, haben sie Großartiges geleistet“, stellte er fest, „die Gemeinde hätte das alleine nie leisten können“. Jeder Flüchtlingshelfer habe die offizielle Ehrenamts-Karte verdient, erklärte Roos, die fünf Wochenstunden Engagement voraussetze. „Niemand von ihnen hat wohl weniger gemacht, die meisten mehr“, sagte er. In seinen Dank schloss er auch Wohnungsvermieter und Saerbecker Bürger mit ein, „die dies in ihrem Lebensumfeld akzeptierten“.

„Man merkte schon 2015 und davor, dass da viel getan werden muss, und dann hat es sich entwickelt“, meinte Barbara Schäffer, neben dem erkrankten Werner Heckmann Sprecherin der ökumenischen Flüchtlingshilfe, bescheiden. Es sei wichtig gewesen und sei es noch, „dass wir den Menschen eine Heimat bieten, damit sie ankommen können“. An Rat und Verwaltung ging ein großes Lob zurück für das, was im Rathaus möglich gemacht werde.

Kurze Selbstvorstellungen der Flüchtlingsbetreuer zeichneten ein Gesamtbild von persönlichem Engagement mit dem Menschen im Mittelpunkt, egal von wo er kommt und warum er hier ist.

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