Alkohol gehört nicht in zu junge Hände

Veröffentlicht am: 09.02.2024

„Tanzen ist schöner als torkeln“ – Appell zum Straßenkarneval

Erwachsene sollten beim Karneval darauf achten, dass Alkohol nicht in zu junge Hände kommt, das finden (von links): Ines Heilemann (Ordnungsamt), Christina Tuttmann und Tobias Sundermann (Kolping-Festausschuss), Prinzgemahl Thomas und Prinzessin Marion I. und von der Caritas-Suchtprävention Leonard Schmidt und Annika Tripp. Spaß machen soll der Karneval, gerade auf der Straße und bei Partys. Der Spaß hört aber auf, wenn Kinder und Jugendliche mit Alkohol zusammenkommen. Der Festausschuss der Kolpingsfamilie, die Gemeinde Saerbeck und die Suchtprävention der Caritas richten deshalb vor dem großen Umzug und den Feiern danach einen Appell an alle Karnevalisten jeden Alters.

„Tanzen ist schöner als torkeln“ steht heute (Samstag) auf den Plakaten an jedem Trecker, der einen Umzugswagen zieht. Was damit gemeint ist, erklärten am Donnerstag Prinzessin Marion I. (Schomaker) und Prinzgemahl Thomas (Beermann), Tobias Sundermann und Christina Tuttmann vom Festausschuss, Ines Heilemann vom Ordnungsamt der Gemeinde sowie Annika Tripp und Leonard Schmidt vom Caritasverband Emsdetten-Greven. Eigentlich ganz einfach und auf den Plakaten nachzulesen: „Es sind immer Erwachsene, die Kindern und Jugendlichen Alkohol zugänglich machen – ahnungslos, fahrlässig, manchmal auch vorsätzlich!“.

Die Plakate der "Tanzen ist schöner als torkeln"-Aktion von Gemeinde, Kolping-Festausschuss und Caritas. Annika Tripp ruft auf, den Jugendschutz zu beachten und Alkohol nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen zu geben, die zu jung sind. Bier, Wein und Sekt sind erlaubt ab 16 Jahren, Härteres erst ab 18 Jahren, erinnert Ines Heilemann. Sie kündigte Kontrollen des Ordnungsamts an und schlägt vor: „Feiern ohne Alkohol geht auch.“ Für Christina Tuttmann und den Festausschuss ist „wichtig, dass Erwachsene Jugendlichen Alkohol nicht zugänglich machen“. Darauf sollten gerade Eltern hinwirken. „Und wenn legal getrunken wird, dann in Maßen“, rät sie. In jedem Fall und in jedem Alter sollte man aufeinander aufpassen und niemanden betrunken allein lassen, findet Annika Tripp.

„Karneval ist ein Familienfest, man sollte sich entsprechend verhalten“, meint Indes Heilemann. Tobias Sundermann, auch als Moderator im Karneval unterwegs, formuliert seine Ansicht als Frage: „Was bringt dir der schönste Umzug und der tollste Abend, wenn du danach nichts mehr davon weißt?“ Volle Unterstützung dafür von Prinzessin und Prinzgemahl.

Kontrollen angekündigt

Der Saerbecker Karnevalsumzug startet heute (Samstag) um 14.11 Uhr am Kirmesplatz. Bei der anschließenden Party in der Festhalle Hövel ist um 22 Uhr für alle unter 16 Jahren Schluss, Ab Mitternacht man mindestens 18 Jahre alt sein, um weiterzufeiern. Die Gemeinde Saerbeck kündigt Kontrollen nach dem Jugendschutzgesetz an. Eine weitere Ankündigung kommt von der Caritas: In allen Jahreszeiten nach der fünften wird es wieder Suchtpräventionsveranstaltungen unter anderem mit jugendlicher Zielgruppe geben, so Annika Tripp.