Stromausfall
Ein Stromausfall legt nicht nur weite Teile des öffentlichen Lebens still, auch Privathaushalte sind betroffen. In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. In Notsituationen kann es aber durchaus ein paar Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist. Umfangreiche Informationen bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Mit diesen Hinweisen können Sie die Auswirkungen eines Stromausfalls auf sich und Ihr Umfeld mildern:
Vor dem Stromausfall:
Ergänzend zu Lebensmittelvorräten sollten beispielsweise Kerzen, Taschenlampen, ein batteriebetriebenes Radio und die dafür benötigten Batterien im Haushalt vorhanden sein. Denn im Notfall erhalten Sie über den Rundfunk wichtige Informationen. Autoradios funktionieren weiterhin, solange die Batterie geladen ist. Zeiträume ohne Heizung lassen sich mit warmer Kleidung überbrücken. Sollten Sie einen Kamin oder Ofen haben, bevorraten Sie Kohle, Briketts oder Holz. Wichtig ist: Bei mobilen Heizgeräten wie Katalytöfen sollten die notwendigen Sicherheitsvorrichtungen wie die Sauerstoffmangelsicherung und die thermoelektrische Zündsicherung regelmäßig überprüft werden. Achten Sie auch auf eine ausreichende Lüftung beim Einsatz von Heizgeräten, die mit Brennstoffen wie Flüssiggas, Heizöl, Alkohol usw. betriebenen werden. Akkus an Computern, Mobiltelefonen, Telefonen usw. sollten stets aufgeladen sein. Auch ein ausreichender Vorrat an Bargeld ist sinnvoll. Personen mit chronischen Krankheiten, pflegebedürftigen Angehörigen oder Lebensmittelunverträglichkeiten sollten entsprechende Arzneimittel in ausreichender Menge für mehrere Tage vorrätig haben.
Während des Stromausfalls:
Achten Sie auf Hinweise im Radio. Ein Stromausfall an sich ist noch kein Notfall. Daher sollte der Notruf – 112 oder 110 – ausschließlich in Notsituationen angerufen werden. Sollte die Heizung ausfallen, wärmen zusätzliche Kleidung und Decken. Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem mit Gas betriebenen Campingkocher zubereiten. Dabei gilt: Lüften Sie ausreichend und achten Sie beim Kochen oder Verwenden von Kerzen auf die erhöhte Brandgefahr. Schalten Sie elektrische Geräte aus, wenn Sie vor dem Stromausfall in Betrieb waren. Das verhindert eine Überlastung des Stromnetzes, sobald der Strom wieder fließt.
Nach dem Stromausfall:
Probieren Sie nicht gleich mit mehreren elektrischen Geräten aus, ob „wirklich wieder überall“ Strom da ist. Schalten Sie nicht in mehreren Zimmern gleichzeitig das Licht an. Dies kann das Netz überlasten. Elektrische Geräte sollten nach Relevanz und nacheinander wieder eingeschaltet werden. Nun gilt es, die gekühlten und tiefgekühlten Lebensmittel zu überprüfen. Sind Lebensmittel angetaut, sollten Sie diese sofort verzehren oder entsorgen.
Wichtig: Kontrollieren Sie Ihre Vorräte und füllen Sie diese als Vorsorge, zum Beispiel für einen nächsten Stromausfall oder Krankheitsfall, wieder auf. (Flyer Stromausfall)