Gedenkakt zum Volkstrauertag bereits am 15. November
Die offizielle Gedenkveranstaltung der Gemeinde Saerbeck zum Volkstrauertag (16. November) findet bereits am Samstag, 15. November 2025, statt.
Sie beginnt mit dem Gottesdienst um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg. Anders als in den vergangenen Jahren ziehen dieses Jahr Abordnungen von Verbänden, Vereinen und Einrichtungen und Vertreter der Ratsfraktionen nicht zum Mahnmal am Friedhof, sondern auf den Schulhof der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule Saerbeck, um dort die Gedenkfeier im Rahmen der Ausstellung des Fotografen Luigi Toscani mit dem Titel „Gegen das Vergessen“ fortzuführen. Dort wird Schulleiter Maarten Willenbrink die Gedenkrede halten.
Alle Saerbecker Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, daran teilzunehmen.
Die Kranzniederlegung am Mahnmal am Friedhof erfolgt im Anschluss durch Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg und Vertretern der örtlichen Feuerwehr.
Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. In der ersten offizielle Feierstunde 1922, vier Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stellte der damalige Reichstagspräsident Paul Löbe den Gedanken nach Versöhnung und Verständigung in den Mittelpunkt. Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wandelten die Machthaber den Volkstrauertag zum „Heldengedenktag“ um. Die gerade gegründete Bundesrepublik Deutschland führte ihn Anfang der 1950er in seiner vorherigen Ausrichtung wieder ein. Seitdem wird er als besonderer Gedenktag für die Opfer beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowie für die Opfer von Krieg und Gewalt auf der ganzen Welt alljährlich im November begangen.
Auch heute sind Kriege und bewaffnete Auseinandersetzungen in vielen Regionen der Welt Realität. Der Krieg in der Ukraine, die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und andere Krisen zeigen, dass Frieden und Sicherheit keine Selbstverständlichkeit sind. Der Volkstrauertag erinnert daran, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt zugleich Verpflichtung ist, sich für Verständigung, Menschenrechte und ein friedliches Zusammenleben einzusetzen.
Als sichtbares Zeichen gilt am Volkstrauertag Trauerbeflaggung. Die Fahnen vor dem Rathaus hängen auf Halbmast.