Klassik trifft Renaissance: Pianist Jacob Leuschner zu Gast im Bürgerhaus Saerbeck
Ein besonderer Konzertabend mit virtuoser Klaviermusik und Renaissance-Chorgesang erwartet das Publikum am Samstag, 28. November, im Bürgerhaus Saerbeck.
Die Gemeinde Saerbeck lädt gemeinsam mit dem ars musica ensemble saerbeck zu einem musikalischen Erlebnis ein, bei dem sich klassische Klaviermusik und die Klangwelt der Renaissance begegnen. Im Mittelpunkt des Abends steht der Pianist Jacob Leuschner, der am Flügel bedeutende Werke der klassischen Klavierliteratur präsentiert.
Auf dem Programm stehen unter anderem Johann Sebastian Bachs berühmte GoldbergVariationen sowie zwei späte Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven. Werke, die höchste pianistische Ansprüche stellen und zugleich einen faszinierenden Einblick in die musikalische Ausdruckskraft ihrer Komponisten geben.
Wenn Jacob Leuschner am Flügel Platz nimmt, wird das historische Bürgerhaus zum Konzertsaal für klassische Klaviermusik. Die besondere Atmosphäre des Hauses bietet einen stimmungsvollen Rahmen, um die Werke nicht nur zu hören, sondern Musik unmittelbar und in besonderer Nähe zum Künstler zu erleben.
Eingerahmt wird der Auftritt des Pianisten durch den Chor des ars musica ensembles Saerbeck, der ausgewählte Vokalwerke aus der Renaissance präsentiert. Mit Stücken von Orlando di Lasso, Baldassare Donati und weiteren Komponisten dieser Epoche bringt der Chor die facettenreiche Klangwelt der Renaissance auf die Bühne. So entsteht ein reizvoller Kontrast zwischen der mehrstimmigen Vokalmusik vergangener Jahrhunderte und der großen Klavierkunst von Bach und Beethoven. Das Zusammenspiel dieser musikalischen Welten verleiht dem Konzert seinen Titel: „Klassik trifft Renaissance“.
Das Konzert beginnt am Samstag, 28. November 2026, um 19 Uhr im Bürgerhaus Saerbeck, Ferrièresstraße 12. Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Karten kosten im Vorverkauf 13 Euro, ermäßigt 11 Euro. Sie sind bei Buch & Mehr, über localticketing.de sowie bei den Mitgliedern des ars musica ensembles erhältlich.
Kurzbiographie: Jacob Leuschner
geboren 1974 in Freiburg, ist ein vielseitiger Pianist und gefragter Pädagoge. Er studierte in Freiburg und Lübeck. Seine wichtigsten Lehrer waren Helmut Barth, Michel Béroff, Konrad Elser und Leonard Hokanson.
Seit 1989 konzertiert er als Solist und Kammermusikpartner in vielen europäischen Ländern, Japan, Südkorea, China und den USA und ist Gast bei namhaften internationalen Festivals. Unter anderem konzertierte er in der Philharmonie und im Konzerthaus Berlin, im Concertgebouw in Amsterdam, in der Beethovenhalle in Bonn, in der Hamarikyu Asahi Hall, der Yamaha Hall und der Hakuju Hall in Tokyo, im Seoul Arts Center, in der Hamburger Laeiszhalle und im Wiener Musikverein. Er war mehrfacher Gewinner der „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ des Deutschen Musikrats.
Zahlreiche Auszeichnungen bei bedeutenden Klavierwettbewerben bezeugen seinen künstlerischen Rang, überdies ist er Träger des Possehl-Musikpreises, des Kai-Uwevon-Hassel-Preises und des Wiesbadener Mozartpreises.
Nach Lehrtätigkeiten in Lübeck und Weimar hatte er von 2008 bis 2014 eine Professur an der Musikhochschule Köln inne, um dann einem Ruf an die Musikhochschule Detmold zu folgen. In vielen europäischen Ländern, Japan, China und Korea gibt er regelmäßig Meisterkurse. 2022 verbrachte er ein Gastsemester an der Toho Gakuen School of Music in Tokyo, eine Gastdozentur führte ihn auch an die renommierte Yonsei Universität in Seoul. Seine Studenten haben bisher mehr als 50 Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen.
Leuschners Repertoire reicht von den Virginalisten bis in die Gegenwart; einen Schwerpunkt bilden die Meister der Wiener Klassik. Mehrfach führte er sämtliche Klaviersonaten von Mozart, Beethoven und Schubert in Konzertzyklen auf.
Daneben ist er als Juror auf internationalen Klavierwettbewerben und als freier Mitarbeiter des G. Henle Verlags tätig und hat sich intensiv mit historischen Tasteninstrumenten auseinandergesetzt. Er ist Begründer und künstlerischer Leiter des Brahms-Klavierwettbewerb Detmold.
Seine Diskographie umfasst neben zahlreichen Kammermusikwerken, wie etwa dem Gesamtwerk für Cello und Klavier von Reger mit Guido Schiefen (Oehms Classics) u.a. die späten Beethoven-Sonaten und Liszt-Transkriptionen. 2017 erschien neben zwei Solo-CDs auch eine Gesamtaufnahme der Sonaten für Klavier und Violine von Mozart mit der Geigerin Keiko Urushihara (bei Nippon Acoustic Records), die von der japanischen Fachpresse enthusiastisch gefeiert und mit dem „Excellence Award“ des staatlichen japanischen Kulturbüros ausgezeichnet wurde. 2019 erschien eine Aufnahme von Beethovens „Diabelli-Variationen“ beim Label Perfect Noise, 2023 eine CD mit Transkriptionen und Zugaben aus dem „Goldenen Zeitalter des Klaviers“ bei GENUIN