Neuer Einsatzleitwagen ist „Quantensprung“
Freiwillige Feuerwehr: Segen für das ELW kurz vor Indienststellung
Der neue Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck liegt höher, hat 140 KW Motorleistung, eine Drohne im Gepäck und bietet zwei moderne Arbeitsplätze für seinen Zweck: Einsätze zu leiten. Am Samstag wurde das Fahrzeug mit der Kennung Saer-1-ELW1 nach der Jahreshauptübung eingesegnet und offiziell übergeben.
Den Ratsbeschluss zur Beschaffung im Jahr 2023 nannte Udo Meiners, Leiter der Feuerwehr, „eine weitsichtige Entscheidung für das Wohl und die Sicherheit der Bürger“. Zurzeit liefen Schulungen für das Fahrzeug und seine neue Technik, bald werde es in Dienst gestellt.
Als „Quantensprung“ sah Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg Ersatz für das 2006 angeschaffte Vorgängermodell. Vor 20 Jahren hätten Laptops noch Diskettenlaufwerke gehabt und Klapphandys seien der letzte Schrei gewesen. Lehberg zeigte sich beeindruckt insbesondere von der im ELW verbauten modernen Computertechnik für die „man Leute braucht, die darin fit sind“.
Der Bürgermeister übergab symbolisch einen Schlüssel an Udo Meiners und dessen Stellvertreter Lars Teigeler. Die Beiden reichten ihn umgehend weiter an Marc Weiligmann, Andrè Joanning und Alina Richter, die Einheitsführung des Löschzugs Dorf, dem das ELW zugeordnet ist.
„Menschen, die sich einsetzen für das Wohl von Saerbeck und die mit dabei sind, das Beste zu tun für die Menschen hier“, sah Pfarrer Rainer Schröder (ev. Gemeinde) in den Feuerwehrleuten, die in der Fahrzeughalle des Gerätehauses Hahnstraße versammelt waren. „Möge dieses Fahrzeug ein Zeichen dafür sein, dass Menschen einander helfen“, sagte Pfarrer Ramesh Chopparapu (St. Georg). Er segnete das ELW, geschmückt von der Alters- und Ehrenabteilung des Löschzugs Dorf, schwungvoll und ergiebig von außen und innen.
An der Einsegnung nahmen unter anderem Ratsmitglieder und der Ehrenbürgermeister Wilfried Roos, außerdem die Ehrenwehrführer Franz-Josef Meyer und Franz Josef Engeler teil.
"Starke Gemeinschaft"
Eher ungewöhnlich in einem solchen Rahmen waren als Gäste Yvonne Bußmann, Leiterin der Kita Regenbogen, und das Team der Einrichtung. Sie waren zuvor am Emsweg Gastgeber der Jahreshauptübung der Freiwilligen gewesen – und hatten sich sogar mit Rauchschutzhauben über den Köpfen probeweise retten lassen. Die Übung habe „eine hervorragende Zusammenarbeit dank einer starken Gemeinschaft der drei Löschzüge der Feuerwehr zusammen mit DRK und Jugendfeuerwehr gezeigt“, sagte Bürgermeister Lehberg. „Die wahre Stärke einer Wehr liegt in den Menschen, die füreinander einstehen – unabhängig von Dienstgrad, Funktion und Löschzug, ganz nach dem Motto: Einer für alle und alle für die Sicherheit in unserer Gemeinde“.