Wenn man aktiv helfen können möchte...
Jugendfeuerwehr mit Warteliste / Zwei junge Frauen interessieren sich
Die Wasserspiele hätte es beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feierwehr wohl gar nicht gebraucht, um Interesse für die Jugendfeuerwehr zu wecken. Während nebenan Kinder versuchten, den Ball mit dem Wasserstrahl durch das senkrechte Labyrinth zu bugsieren, rieten Justus Meiners (14 Jahre) und seine fünf Kollegen in feuerwehrblauen Jacken: „Besser früh anmelden! Soweit ich weiß, stand ich mit drei Tagen auf der Warteliste.“
Sein Augenzwinkern dabei war dann halb ernst. Die Zahl der Mitglieder in der Nachwuchsorganisation ist auf 24 begrenzt, mehr Aufnahmekapazität gibt es nicht. Justus Meiners’ älterer Bruder hat seinen 18. Geburtstag hinter sich und ist inzwischen im aktiven Dienst, bei den „Großen“. Da will Justus Meiners auch hin – „das ist das Ziel, das die meisten von uns haben“, sagt er, und die Kollegen nicken. Den Grund dafür kann der Sohn des Leiters der Saerbecker Feuerwehr, Udo Meiners, in fünf Worten benennen: „Man will helfen können.“
Dieser Gedanken ist während der simulierten Personenrettung nach einem Verkehrsunfall ebenso Nele (21) Emely (20) und Vincent (20) gekommen und hat das Trio an den Infostand der Feuerwehr gezogen. „Diese Übung war schon ziemlich überzeugend“, findet Nele. Emely erzählt, dass sie vor dem Tag der offenen Tür die Feuerwehr „gar nicht richtig auf dem Schirm hatte“. Jetzt möchte sie „aktiv helfen können“.
Die erste Frage des Trios an Feuerwehrmann Jens Plugge hinter dem Infostand: „Welche Grundvoraussetzungen braucht es denn?“ Die Antwort gefällt den jungen Leuten. „Motivation und Spaß der Sache sollte man mitbringen“, hat Nele mitgenommen – Häkchen dran. „Alles, was man für den Einsatz braucht, lernt man“, weiß jetzt Emely – Häkchen dran. Die beiden jungen Frauen haben sich für einen Schnupperbesuch bei einem Übungsabend angemeldet.
Das ist noch kein konkreter Aufnahmeantrag für den aktiven Dienst, aber ein erster Schritt dahin und damit wohl ein Erfolg des Tags der offenen Tür. Ein direkter Eintritt von Besuchern in den Dienst wäre wohl auch ein bisschen viel für einen sonnigen Samstagnachmittag. Aber neue Aufnahmegesuche für die Jugendfeuerwehr hat Jens Plugge in der Mappe. Das Mindestalter ist zwölf Jahre. Zwei der angemeldeten Kinder sind erst sechs und neun Jahre alt. Auch, wenn das nicht so jung ist wie seinerzeit Justus Meiners: Das sieht nach langfristiger Nachwuchsgewinnung aus.
Kontakt für Interessierte am aktiven Dienst
Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck für Interessierte am aktiven Dienst gibt es per E-Mail an info@feuerwehr-saerbeck.de und über das Kontaktformular auf der Homepage www.feuerwehr-saerbeck.de. Es gibt die Möglichkeit, sich zum Hereinschnuppern bei Übungsabenden anzumelden (jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, 19 Uhr, Hahnstraße 10)