Genossen, zur Sonne, zum Licht!
Das Wort „Klimakonzept“ gehört seit dem 6. März 2009 zum festen Wortschatz der Saerbecker. Ein Standbein ist die Energie-Genossenschaft unter Federführung der Saerbecker Volksbank. Sie bietet unter dem Leitgedanken „global denken, lokal handeln“ allen Bürgern Saerbecks – und auch der Nachbargemeinden – die Möglichkeit, sich über eine Bürger-Genossenschaft an Photovoltaikanlagen, aber auch an anderen regenerativen Energiequellen sowie am Energiepark zu beteiligen.
Am Mittwoch unterzeichneten die Ratsmitglieder Carsten Ausmann und Alfons Günnigmann eine Dringlichkeitsentscheidung über die Verpachtung von etwa 800 Quadratmetern Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden (Schulen) an die Energie-Genossenschaft. Die Zeit eilt, ab dem 1. Juli gelten neue Einspeisevergütungen. Die Dachflächen werden von der Gemeinde der Genossenschaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Bürgermeister Wilfried Roos durfte die Dringlichkeits-Entscheidung als Vorstands-Mitglied der Energie-Genossenschaft nicht mitzeichnen. Mittwoch Vormittag besuchten die Volksbank-Vorstände Ansgar Heilker und Albert Topphoff, die Vorstandsmitglieder der Energiegenossenschaft Alfred Wennemann und Wilfried Roos mit je zwei Vertretern der Firma „F und S Solarkonzept“ sowie von der „INeG Ingenieur -Netzwerk Energie eG“ das Munitionsdepot, um die Bunkerflächen in Augenschein zu nehmen.
Bürger können ab sofort Anteile bei Genossenschaft zeichnen
Die Genossenschaft hat einen Antrag an den Rat gestellt, die Bunker-Dachflächen und andere Freiflächen im Depot für die Anlage von Photovoltaikanlagen zu mieten. Über den Antrag entscheidet der Gemeinderat am 22. April. Ab sofort können die Bürger Anteile bei der Genossenschaft zeichnen.
Der Geschäftsanteil beträgt je 1000 Euro, darauf wird die Dividende ausgeschüttet. „Wir müssen tätig werden, wir brauchen Kapital“ erklärte Wennemann. Heilker bezifferte das Investitionsvolumen des ersten Schritts – der Anpachtung von Dächern – auf eine halbe Mio. Euro.